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Ich will mehr – die besten Content Profis sind Wissens-Junkies

Beste Content Experten sind Junkies auf der Suche nach einer größeren Dosis Wissen

“Stagnation ist mein größter Feind” – das habe ich im Dezember mit einem dicken, roten Marker auf der ersten Seite meines Jahreskalenders notiert. Damals stand ich vor einer entscheidenden Frage: Wo habe ich auf lange Sicht die besten Chancen, mein Potenzial als Content Strategin voll auszuschöpfen und in größtmöglichen Mehrwert für meine Kunden umzuwandeln? Bei Agenturen, Unternehmen oder als selbständige Beraterin?

Ich war schon immer eine Getriebene, mit einem unstillbaren Wissenshunger und dem Drang, bis an die eigenen Grenzen zu gehen. Wo viele Kollegen sich mit den Ergebnissen ihrer Arbeit zufrieden gaben und entspannt zurücklehnten, kam ich erst richtig in Fahrt, weil ich wusste – es geht noch mehr.

Je mehr Wissen und Erfahrung ich anhäufe, umso größer wird mein Appetit auf neue Herausforderungen. Weil ich merke, dass ich noch lange nicht an meinen Grenzen angelangt bin. Weil ich weiß, dass meine Fähigkeiten nur dann sinnvoll zum Einsatz kommen, wenn ich sie ungebremst entfalten kann. Darum entschied ich mich für den Weg als selbständige Beraterin für strategisches Content Marketing

 

Erste Station: Agentur

Nach dem Masterstudium der interkulturellen Medien- & Kommunikationswissenschaften fiel meine Wahl auf die PR Branche. Mein Kopf war zwar zum Bersten voll mit Theorie, aber von der gelebten Praxis hatte ich nur wenig Ahnung. Es sollte kein Sprung ins eiskalte Wasser sein, denn als Masterstudentin hatte ich bereits ein Praktikum bei einer namhaften Agentur absolviert und dachte, dass ich ganz genau weiß, worauf ich mich diesmal einlasse.

Nun ja, so haargenau weiß man es im Leben nie, nicht wahr? So stellte ich sehr bald fest, dass ich die Intensität des Agenturalltags eindeutig unterschätzt habe. Kaum war die Vorstellungsrunde an meinem ersten Arbeitstag vorbei, lagen schon drei EU-weite Projekte auf meinem Tisch. Bähm! Derweil war ich immer noch damit beschäftigt, mir die Namen der neuen Kollegen und den Weg zur Toilette zu merken.

 

Müdigkeit? Dafür habe ich keine Zeit

Ich war in vielerlei Hinsicht unerfahren, aber voller Tatendrang, Newbie-Enthusiasmus und vor allem Wissenshunger. Meine Unsicherheit habe ich mir nicht anmerken lassen; stattdessen habe ich mich wie ein tollwütiger Hund auf die Arbeit gestürzt. Informationen recherchieren, mit Kollegen brainstormen, Konzepte entwickeln, Kampagnen umsetzen, Kunden beraten, Partner koordinieren, Stakeholder bei Laune halten – die To-Do-Liste eines PR und Content Profis ist schier endlos und nie abschließend.

Meine Überstunden häuften sich zu Dutzenden, aber das machte mir nichts aus. Das einzige, was wirklich zählte, war Learning on the Job: neues Wissen, neue Erfahrung, neue Skills. Ich war wir ein Wissens-Junkie, der die Dosis immer weiter erhöhen musste, weil der Rausch vom Vortag nicht mehr ausreichte. Wäre mein Lernfortschritt ein Aktienkurs gewesen, so hätten meine Investoren ihr Vermögen innerhalb kürzester Zeit verhundertfacht.

Doch mein Wissenshunger war enorm, und um ihn zu stillen nutzte ich meine Zeit, um in neue Bereiche einzutauchen und meine Fähigkeiten auszubauen. Reisebranche, Internationale Beziehungen, Entwicklungsarbeit, Lebensmittelindustrie – ich habe vor keinem Thema Halt gemacht.

Und ich habe meine Projekte so richtig gerockt, hell yeah! Die verdutzten Blicke der müden Kollegen, die mir Tag ein Tag aus beim Herumwirbeln zusahen, habe ich weitestgehend ignoriert, denn ich war zu sehr mit Lernen und Machen beschäftigt und wollte keine einzige Sekunde verschwenden.

 

Zweite Station: Unternehmen

Keine halben Sachen 

Erste Anzeichen der Unzufriedenheit spürte ich erst, als meine Lernkurve abflachte. Meine PR und Content Kampagnen waren erfolgreich abgeschlossen und die Zufriedenheit meiner Kunden spornte mich an, weitere Herausforderungen anzugehen. Obwohl es in der Agentur genug zu tun gab, boten mir all die Projekte nicht den nötigen Raum, um mich voll und ganz einzubringen.

Ich war es nicht gewohnt, auf Sparflamme zu arbeiten, und wollte die berufliche Stagnation nicht einfach hinnehmen. So bin ich auch heute fest davon überzeugt, dass herausragende Ergebnisse nur dann erreicht werden können, wenn man alles gibt. Frei nach dem Motto ‚Entweder ganz oder gar nicht’.

 

Keine Angst vor Veränderung

Als der Frust immer größer wurde, fasste ich den Entschluss, die Seiten zu wechseln und hinter die Kulissen der bunten Kampagnenwelt zu blicken – aus unternehmensinterner Perspektive. Mein Wissensdrang und meine Expertise dienten mir dabei als Eintrittsticket in diesen neuen Bereich, der sich in so vielen Aspekten von der Agenturlandschaft unterscheidet.

Während Kommunikationsagenturen Kraft ihres Businessmodells meist sehr ähnliche, nivellierte Strukturen aufweisen, stellt jedes Unternehmen einen einzigartigen Mikrokosmos dar. Je nach Größe und Branche unterscheiden sich die Unternehmen in ihrer Komplexität, Vielfalt und interdisziplinären Ausrichtung.

Der wertvollste Bonus, den man als PR und Content Verantwortlicher in einem Unternehmen bekommt, sind die tiefen Einblicke in all diejenigen Bereiche, aus denen sich das Business konstituiert. Man sieht und versteht auf einmal das große Ganze – die übergeordneten Ziele, auf die alle zusammen in engster Abstimmung hinarbeiten.

Und die Kommunikationsprofis sind nicht bloß Zulieferer, die still und isoliert in ihrem Kämmerchen an PR, Social Media oder Content Kampagnen herumbasteln. Nein, ihnen kommt eine viel bedeutendere Rolle zu: Statt kurzfristiger Kampagnendenke müssen sie strategische Weitsicht beweisen, um das Business effektiv zu seinen Zielen zu führen. 

 

Meine Wissenslücken sind mein Antrieb

Dies war genau die Art der Herausforderung, die ich gesucht habe, und ich nahm sie dankend an. Doch damit habe ich nicht nur der Agenturwelt fürs Erste den Rücken gekehrt, sondern bin erneut ins kalte Wasser gesprungen – ich ging zu einer Bank, mit nahezu 0% Fachwissen darüber, wie das Bankenwesen überhaupt tickt.

Für mich persönlich sah ich in erster Linie ein riesiges Lernpotenzial, und ich wurde nicht enttäuscht. Als Lead für externe Unternehmenskommunikation und Teil des Marketing-Teams war es meine Aufgabe, alle PR und Content Maßnahmen unter dem Dach einer ganzheitlichen Strategie zu bündeln und auszubauen.

 

Entschlossenheit und Geduld zahlen sich aus

Was sich in der Theorie so simpel anhört, erwies sich in der Praxis als eine Anstrengung, die mir viel Überzeugungskraft, Blood, Sweat & Tears abverlangte. Denn so einleuchtend es auch erscheinen mag, dass erfolgreiche Kommunikation einer übergreifenden Strategie bedarf, so selten findet man diese in den Unternehmen vor.

Gute Ideen sind oft im Überfluss vorhanden, genauso wie der Wille, sie umzusetzen. Doch der strategische Überbau, der für planvolles, sorgfältiges und analytisches Vorgehen notwendig ist, fehlt meistens. So braucht man sich nicht weiter darüber zu wundern, dass Unternehmenskommunikation meist durch kurzfristigen Aktionismus in Form von vereinzelten Maßnahmen vorangetrieben wird, statt durch visionäre Strategien.

Dementsprechend habe ich meine Prioritäten gestaltet. Und siehe da – meine Vorschläge fielen auf fruchtbaren Boden! Wir haben neue Kommunikationsmöglichkeiten entdeckt und eine breitere Nutzung von Content in den Vordergrund gerückt . Ich für meinen Teil freute mich ganz besonders über die Offenheit der Chefetage, neues Terrain zu betreten und frische Ansätze einfach mal auszuprobieren: Social Media Marketing, Corporate Blog, Employer Branding und Content Marketing sind nur einige wenige Beispiele für daraus entstandene Maßnahmen.

 

Dritte Station: Stratval Communications

Während meiner Zeit bei der Bank habe ich viel gelernt und entscheidend zum Ausbau des externen Kommunikationsbereichs beigetragen. Am Ende wusste ich jedoch, dass ich noch mehr kann und noch mehr will. Mein Wissenshunger ist noch lange nicht gestillt. Deshalb bin ich einen Schritt weiter gegangen und habe Stratval Communications gegründet.

Als Solopreneurin und Beraterin für strategisches Content Marketing will ich meinen Erfahrungsschatz mit meinen Kunden teilen und sie von meinem Wissen maximal profitieren lassen. Mit Content Marketing Konzepten, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind, dem höchsten Qualitätsanspruch an die eigene Leistung und einer gemeinsamen Wertebasis. Ich freue mich auf spannenden Ideenaustausch und gegenseitige Inspiration! Never. Stop. Learning.